Kosten

Die anwaltlichen Gebühren sind im Rechtsanwaltvergütungsgesetz (RVG) geregelt.

Die Gebühren werden im zivilrechtlichen Bereich an dem sogenannten Gegenstandswert der Angelegenheit und Umfang der Tätigkeit bemessen. Dabei sind alle Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen, insbesondere Schwierigkeit und Haftungsrisiko der anwaltlichen Tätigkeit, die Bedeutung der Angelegenheit für den Auftraggeber und dessen Einkommens- und Vermögensverhältnisse.

Für eine außergerichtliche Beratung ist der Rechtsanwalt verpflichtet eine Vergütung zu verlangen im Rahmen einer Honorarvereinbarung. Für eine Erstberatungsgebühr einer Privatperson fallen maximal 190,00 € zuzüglich Mehrwertsteuer und Auslagen an.

Wird ein Rechtsstreit vor Gericht ausgetragen, fallen Gerichtsgebühren und Rechtsanwaltskosten an. Grundsätzlich gilt hier, wer verliert, zahlt. Wer anteilig verliert, zahlt anteilig im Verhältnis des Obsiegens oder Verlierens.

Im Familienrecht gilt teilweise etwas anderes: Für den Fall einer Scheidung, des Umgangs- oder Sorgerechts werden grundsätzlich die Kosten geteilt, jede Partei bezahlt ihre Anwaltsgebühren selbst und die Gerichtsgebühren werden geteilt.

Für den Fall, das Sie nur über ein geringes oder gar kein Einkommen verfügen, könnten Sie Anspruch auf Prozess - bzw. Verfahrenskostenhilfe haben, so dass dann der Staat die Kosten des Rechtsstreits ganz oder teilweise übernimmt.

In einer familienrechtlichen Angelegenheit ist vorab zu prüfen, ob ein Ehegatte von dem anderen für ein Gerichtsverfahren einen Verfahrenskostenvorschuss als besondere Form des Unterhalts verlangen kann. Falls ein solcher Anspruch gegen den Ehegatten besteht, ist kein Raum für Verfahrenskostenhilfe gegeben.